Was ist der g-Wert?

Außenansicht des Firmengebäudes von Wera Werkzeuge in Wuppertal-Cronenberg mit moderner Isolar Glasfassade.

Praxisleitfaden zur Gesamtenergie-Durchlässigkeit

In der modernen Architektur zählt jedes Detail, wenn es um Energieeffizienz, Raumkomfort und Nachhaltigkeit geht. Eine der zentralen Kennzahlen in der Gebäudeplanung ist der sogenannte g-Wert, auch Gesamtenergiedurchlassgrad genannt. Er entscheidet darüber, wie viel Sonnenenergie durch eine Verglasung in den Raum gelangt – und damit über das thermische Gleichgewicht zwischen Licht, Wärme und Behaglichkeit.

Doch was bedeutet dieser Wert konkret? Warum spielt er für Architekten, Planer und Investoren im Objektbau eine so zentrale Rolle? Und wie lassen sich mit innovativen Verglasungen – wie den Sonnenschutzsystemen von ISOLAR SOLARLUX® – optimale g-Werte für jede Gebäudesituation realisieren?

Definition und Bedeutung des g-Werts

Der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) beschreibt, wie viel Prozent der Sonnenenergie – bestehend aus direkter Strahlung und sekundärer Wärmeabgabe – durch eine Verglasung nach innen gelangt.

Er setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

1. Direkte Transmission: der Anteil der kurzwelligen Sonnenstrahlung, der das Glas unmittelbar durchdringt.

2. Sekundäre Wärmeabgabe: der Anteil der Strahlung, der von der Scheibe absorbiert, erhitzt und anschließend wieder in den Raum abgestrahlt wird.

Ein g-Wert von 0,60 bedeutet also, dass 60 % der einfallenden Sonnenenergie in den Innenraum gelangen.

• Hoher g-Wert (0,50–0,65) → mehr solare Gewinne, nützlich in kühlen Klimazonen oder Nordfassaden.

• Niedriger g-Wert (0,25–0,40) → stärkerer Sonnenschutz, ideal für Südfassaden oder moderne Glasarchitektur mit großen Flächen.

In der Praxis entscheidet der g-Wert über den Kühl- und Heizbedarf eines Gebäudes – und damit über seine Energieeffizienz im Jahresverlauf.

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Der g-Wert im bauphysikalischen Kontext

Der g-Wert ist Teil einer Gruppe physikalischer Kennzahlen, die die Leistungsfähigkeit einer Verglasung beschreiben. Im Zusammenspiel mit dem U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) ergibt sich ein vollständiges Bild über das thermische Verhalten der Geb.udehülle:

Kennzahl
Bedeutung
Zielwert
U-Wert [W/m²K]
Wie stark Wärme verloren geht
möglichst niedrig
g-Wert [%]
Wie viel Solarenergie hineinkommt
abhängig von Nutzung & Orientierung
Lᵀ [%]
Lichttransmission – wie hell der Raum wird
möglichst hoch bei gleichzeitig geringem g-Wert
Ra
Farbwiedergabeindex – optische Qualität
≥ 90 für natürliche Lichtwirkung

Wichtig: Während der U-Wert die Energieverluste reduziert, beeinflusst der g-Wert, wie viel solare Energie im Sommer verhindert und im Winter genutzt wird. Die Kunst liegt darin, beide Werte optimal auszubalancieren.

Wie der g-Wert gemessen und angegeben wird

Die Bestimmung des g-Werts erfolgt nach EN 410 und ISO 9050Dabei wird das Transmissionsverhalten der Verglasung über den gesamten relevanten Wellenlängenbereich (300–2 500 nm) gemessen.

Normierte Prüfspektren und Winkeleinstellungen gewährleisten, dass Werte unterschiedlicher Hersteller vergleichbar bleiben. Für Architekten bedeutet das: Die Zahlen sind objektiv messbar, planungsrelevant und können in Simulationstools wie Dialux, Revit oder PHPP direkt übernommen werden.

Typische g-Werte moderner Sonnenschutzgläser

In den letzten Jahren haben sich Gläser stark weiterentwickelt. Multifunktionale Beschichtungen, Edelgasfüllungen und optimierte Schichtsysteme ermöglichen heute deutlich niedrigere g-Werte bei hoher Lichtdurchlässigkeit.

Beispiele aus der SOLARLUX®-Produktlinie zeigen, wie stark sich Technik und Ästhetik kombinieren lassen:

Glasaufbau
Lichttransmission
g-Wert (%)
U-Wert (W/m²K)
Farbwiedergabe
A71 //
70
37
1,0
96
A61 //
61
33
1,0
93
D60 //
58
40
1,1
97
E71 //
70
39
1,0
97

Damit decken ISOLAR SOLARLUX® Systeme ein breites Spektrum ab. Architekten können so je nach Fassadenorientierung gezielt variieren,wobei das Erscheinungsbild des Gebäudes aufgrund der ähnlichen Farberscheinung einheitlich wirkt. Nord- und Ostseiten profitieren von höheren g-Werten, Süd- und Westseiten von selektiven Verglasungen mit reduziertem Energieeintrag.

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Selektivität – der Schlüssel zu Balance zwischen Licht und Wärme

Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal ist die Selektivität (S). Sie beschreibt das Verhältnis von Lichtdurchlass (Lᵀ) zu Energieeintrag (g):

S = Lᵀ / g

Je höher dieser Wert, desto mehr Tageslicht bei gleichzeitig reduziertem WärmeeintragEin Selektivitätswert über 1,5 gilt als sehr gut – ISOLAR SOLARLUX® Verglasungen erreichen Werte bis 1,9, was hervorragende Tageslichtnutzung bei effektivem Hitzeschutz bedeutet.

Für Planer bietet das größere Gestaltungsfreiheit, da hohe Transparenz ohne Überhitzung möglich ist.

Einflussfaktoren auf den g-Wert

Mehrere Parameter beeinflussen, wie sich der g-Wert in der Praxis verhält:

Beschichtungstechnologie: Moderne Low-E- und Sonnenschutzschichten reflektieren Infrarotstrahlung, lassen aber sichtbares Licht durch.

Farbe & Reflexion: Neutrale Gläser vermeiden Farbverfälschung, währendleicht getönte Varianten gezielt gestalterische Akzente setzen.

Innenliegende Systeme wie SOLARLUX® variodirect: Jalousien im Scheibenzwischenraum ermöglichen eine variable Regulierung des g-Werts – von offen (hohe Lichttransmission) bis geschlossen (minimale Wärmeaufnahme).

Diese Faktoren zeigen: Der g-Wert ist kein fixer Materialwert, sondern ein Planungsparameter, der sich an Nutzung, Orientierung und Komfortanspruch anpassen lässt.

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Nachhaltigkeit und Komfort durch optimierte Verglasung

Ein optimal gewählter g-Wert ist ein entscheidender Beitrag zum nachhaltigen Bauen. Er reduziert den Bedarf an Klimatisierung, verbessert die thermische Behaglichkeit und ermöglicht gleichzeitig hohe Lichtqualität.

ISOLAR SOLARLUX® Verglasungen vereinen hohe Energieeffizienz, thermischen Komfort und architektonische Gestaltungsfreiheit in einem System:

  • Niedriger Ug-Wert für minimierte Wärmeverluste,
  • abgestufte g-Werte für unterschiedliche Fassaden,
  • hohe Farbneutralität und Lichttransmission,
  • kombinierbar mit Funktionen wie Schallschutz, Sicherheitsglas oder Funktransparenz.

Diese Kombination aus Energieeffizienz und Designfreiheit macht moderne Sonnenschutzverglasung zu einem zentralen Baustein einer nachhaltigen Architektur.

Der g-Wert als Planungsinstrument für ganzheitliche Architektur

Der g-Wert ist mehr als eine Kennzahl – er ist ein Werkzeug für energieoptimierte GebäudeplanungWer ihn versteht und richtig einsetzt, schafft Räume, die sich dem Klima anpassen, nicht umgekehrt.

ISOLAR SOLARLUX® Systeme zeigen, dass technologische Innovation und architektonische Ästhetik keine Gegensätze sind: 

Sie ermöglichen Planern, hohe Transparenz, effizienten Sonnenschutz und minimale Energieverluste zu vereinen – und damit nachhaltige Gebäude mit Zukunft zu gestalten.

FAQ – Häufige Fragen zum g-Wert

Was ist ein guter g-Wert?

Ein guter g-Wert hängt von der Gebäudenutzung ab. Für Süd- und Westfassaden sind Werte zwischen 0,25 und 0,40 ideal, während Nord- und Ostseiten mit 0,50 bis 0,60 mehr solare Gewinne zulassen können.

Wie unterscheidet sich der g-Wert vom U-Wert?

Der g-Wert beschreibt den Wärmeeintrag, der U-Wert den Wärmeverlust. Beide sind komplementär: Der eine schützt vor Hitze, der andere vor Kälte.

Lässt sich der g-Wert regulieren?

Ja. Systeme wie SOLARLUX® variodirect von ISOLAR integrieren steuerbare Jalousien zwischen den Scheiben – so kann der g-Wert je nach Sonnenstand aktiv angepasst werden.

Warum ist Selektivität wichtig?

Sie zeigt das Verhältnis zwischen Lichtdurchlass und Wärmeeintrag. Ein hoher Selektivitätswert bedeutet viel Tageslicht bei geringer Wärmeaufnahme – ideal für energieeffizientes Bauen.

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