Die Herstellung von Flachglas-Produkten sowie Mehrscheiben-Isolierglas ist mittlerweile ein hochautomatisierter technologischer Prozess, welcher sich über viele Jahre zu einem komplexen mehrstufigen Fertigungsablauf entwickelt hat. Die große Produktvielfalt der innovativen Mehrscheiben-Isoliergläser erfordern eine gewisse Flexibilität in den Produktionsanlagen der Isolierglas Hersteller. Selbst mit modernsten und ausgereiften Produktionsanlagen, können fertigungsbedingte Toleranzen am Endprodukt nicht ausgeschlossen werden. Diese Toleranzen müssen von nachfolgenden Gewerken, wie z. B. Fassaden- oder Fensterbauer, berücksichtigt werden. Zulässige Abweichungen, definiert in den unterschiedlichen Normen, sind prinzipiell so ausgelegt, dass die technische Funktion und Lebensdauer des Produkts nicht beeinflusst wird.
Auftraggeber und Auftragnehmer haben oftmals unterschiedliche Auffassungen von zulässigen Toleranzen, wenn es um optische Aspekte des Endproduktes geht. Um dieser Tatsache gerecht zu werden, haben sich in den letzten Jahren Toleranzvorgaben entwickelt, nach denen sowohl die fertigen Isoliergläser als auch die Halbzeuge während der Produktion bewertet werden müssen.