Anisotropien

Anisotropien bezeichnen einen störenden Effekt bei Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG). Durch den Vorspannprozess werden in das Glas unterschiedliche Spannungen eingebracht, die Doppelbrechungen im Glas hervorrufen. Diese Doppelbrechungen, auch Anisotropien genannt, werden in polarisiertem Licht als störende optische Effekte wahrgenommen. Polarisiertes Licht ist in normalem Tageslicht enthalten. 

Üblicherweise werden solche Anisotropien als graue Ringe, Streifen oder auch als Leopardenmuster wahrgenommen. Mit zunehmender Glasdicke zeichnet sich der Effekt stärker ab. Dieser kann ebenfalls bei mit modernen Sonnenschutzbeschichtungen ausgestatteten vorgespannten Gläsern verstärkt auftreten, da aus den grauen Musterungen farbige Effekte entstehen.

ANISOTROPIE AN GLASFASSADEN IST VERMEIDBAR.  

Das Thema Anisotropie hat an Bedeutung in Spezifikationen von Gläsern fürden Architekturbereich gewonnen. Obwohl sie gemäß den aktuellen Normenkeinen Fehler darstellen, stören sich Architekten, Fassadenplaner und Bauherrenan diesem sichtbaren Effekt, da er das optische Erscheinungsbild einer Glasfassade stark beeinträchtigt. Diese Ausgabe des ISOLAR® Kompasses stellt die Problematik bei der visuellen Bewertung von Anisotropien dar und beschreibt ein objektives Messverfahren,das eine belastbare und für alle Beteiligten faire Bewertung von Gläsern hinsichtlich Anisotropien zulässt.

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